Lehrer-Verbeamtung in Sachsen und die Krankenversicherung

Ab kommenden Jahr findet die Lehrer-Verbeamtung in Sachsen statt. Anträge können Sie bereits seit Sommer dieses Jahres stellen. Wenn Sie die Beamtenlaufbahn einschlagen wollen ergeben sich dadurch große Veränderungen im sozialversicherungsrechtlichen Sinn. Vor allem in der Krankenversicherung ist eine Entscheidung notwendig.

Welche Entscheidung aufgrund Lehrer-Verbeamtung steht jetzt für Sie an?

Vielleicht sind Sie wie die meisten Lehrer derzeit Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse, je nach Einkommenshöhe als freiwilliges oder Pflichtmitglied. Als freiwilliges Mitglied haben Sie heute schon die Wahl sich bei einer Privaten Krankenversicherung zu versichern. Als Pflichtmitglied können Sie zu Beginn der Beamtenlaufbahn ebenfalls frei wählen. Sie sind nämlich kraft Gesetzes (SGB V § 6 Abs. 2) frei bei der Wahl des Versicherungsschutzes. Jetzt müssen Sie entscheiden wie es weiter gehen soll!

Wie kann die Familie versichert werden?

Neben Ihnen als beihilfeberechtigten Lehrer können oder müssen auch berücksichtigungsfähige Familienangehörige privat versichert werden. Dies ist auch zwingend erforderlich, da u.U. der Anspruch auf kostenlose Familienversicherung für Kinder und Ehepartner entfällt. Hier bedarf es einer individuellen Überprüfung Ihrer Familien- und Einkommenssituation.

Was zahlen Sie als verbeamteter Lehrer in der privaten Krankenversicherung?

Das Land Sachsen zahlt Ihnen den Anteil an Behandlungskosten, welche in der Beihilfeverordnung Sachsen geregelt sind. Je nach Beihilfesatz (50 oder 70%) werden die Restkosten, die Sie im Versicherungsfall selbst zu tragen haben, über einen Beihilfetarif einer privaten Krankenversicherung erstattet. Das bedeutet, dass es für Sie privatärztliche Behandlung bereits zum halben Preis gibt. So kommen Sie in den Genuss bester medizinischer Versorgung. Ihre Kinder und Ihr berücksichtigungsfähiger Ehegatte zahlen sogar nur 20 bzw. 30% des regulären Beitrags einer Vollversicherung. Als Ruhegehaltsbezieher zahlen Sie später auch nur 30 %. Bleiben Sie freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse, zahlen Sie möglicherweise den Höchstbeitrag bei schlechterer Leistung. So sparen Sie zwischen 400-500 EUR im Monat, denn auch die Private Pflegepflichtversicherung ist viel günstiger.

Wer hilft Ihnen im Entscheidungsprozess?

Zunächst empfehle ich Ihnen ein Gespräch mit einem Spezialisten  für private Krankenversicherungen. Er oder sie ermittelt mit Ihnen im Gespräch welche Versicherungsmöglichkeiten für Sie und Ihre Angehörigen bestehen. Außerdem ob die Beihilfeversicherung zu Ihrem Lebensplan passt. Dabei werden alle Vor- und Nachteile beleuchtet.

Danach startet die Recherche  nach dem privaten Versicherer, welcher Ihnen den optimalen Versicherungsumfang mittels Beihilfe- und Beihilfeergänzungstarifen bietet. Leider gibt es erhebliche Leistungsdifferenzen, welche Sie als Laie leider nicht finden werden. Vergleichsprogramme helfen Ihnen hier auch nicht weiter. Hier bedarf es Expertenwissen.

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