Pflegebedürftigkeit ist keine Frage des Alters, sondern des Gesundheitszustands, ob physisch oder psychisch. Warum es wichtig ist, privat vorzusorgen? Ein Fall aus der Praxis.

Was heißt Pflegebedürftigkeit?

Sind Sie aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen voraussichtlich dauernd nicht mehr in der Lage selbständig, also ohne fremde Hilfe, den Alltag zu bewältigen? Dann liegt eine Pflegedürftigkeit vor. Die Ursachen können dafür eine körperliche, geistige oder seelische Erkrankung sein. Wie stark Sie in Ihrer Lebensführung eingeschränkt sind, dokumentiert ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen oder der Firma MEDICPROOF der Privaten Krankenversicherer. Die rechtliche Grundlage dafür stellt das Sozialgesetzbuch Elftes Buch.

Wie schnell kann denn eine Pflegebedürftigkeit nun eintreten?

 

Aus meinem persönlichen Umfeld kann ich über folgendes Ereignis berichten:

Mein Jugendfreund ist heute 49 Jahre alt und angestellter Bankkaufmann. Kein Trinker, kein Sportler, kein Raucher und nicht übergewichtig.

Eines Morgens stellte er motorische Ausfallerscheinungen fest, er stürzte mehrfach. Zwei Wochen zuvor hatte er eine Grippe, mit leichten Erkältungserscheinungen. Die Lähmungen seiner linken Körperhälfte machten ihm Sorgen, so dass er den Notarzt rief. Dieser veranlasste eine sofortige Einweisung in die Klinik.

Im Anschluss untersuchten die Ärzte ihn auf Herz und Nieren. Dabei wurde eine verminderte Blutzirkulation festgestellt, die Teile des Hirnareals betrafen. Ein klassischer Schlaganfall könnte man meinen. Aber die Ursache der Blutverdickung war eine Covid-19 Infektion. Das Virus hatte also mehr als nur eine Grippe verursacht.

Wie wie ging es weiter?

Nach dem Akut-Aufenthalt folgte eine stationäre Reha-Maßnahme mit Sprachtherapie, Bewegungstherapie, das volle Programm. Er musste erst einmal wieder richtig Laufen und Sprechen lernen und vor allem die linke Hand gebrauchen. Alles war in Mitleidenschaft gezogen worden. In der stationären Einrichtung war es jedoch noch recht komfortabel. Die Versorgung wurde komplett übernommen. Medizinisches Personal stand permanent zur Verfügung. Doch jetzt, nach der Entlassung?

Allein zu Hause, ohne Familie? Eine Herausforderung!

Jetzt folgt die ambulante Reha. Die Kosten trägt die gesetzliche Rentenversicherung, da er Angestellter ist. Ein Selbständiger, der nicht in der Deutschen Rentenversicherung Mitglied wäre, hätte u.U. ein Problem. Denn wenn er auch nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung Mitglied wäre, ist nicht in jedem Fall sichergestellt, dass auch die PKV für die Kosten aufkommt. Aber das ist ein anderes Thema.

Nun, mein Jugendfreund ist jetzt zu Hause und auf sich allein gestellt. Die Pflegekasse hat ihn in den Pflegegrad 2 eingestuft. Somit hat er Anspruch auf Leistungen durch einen ambulanten Pflegedienst. Doch reichen die Leistungen aus? Zum Glück hat er Rücklagen um die verbleibenden Kosten selbst für die nächste Zeit zu übernehmen.

  • Was, wenn Sie keine Rücklagen haben?
  • Wenn sich Ihr Gesundheitszustand nicht verbessert und die Pflegebedürftigkeit anhält oder zunimmt?
  • Wie lange können Sie es sich leisten, jeden Monat etwa 500 EUR selbst drauf zu legen, vielleicht die nächsten 20-30 Jahre?
  • Möchten Sie ein Sozialfall werden?

Treffen Sie jetzt eine Entscheidung für Ihr zukünftiges Leben und sichern Sie Ihre Existenz!

Eine private Pflegetagegeldversicherung ist auch in jungen Jahren sinnvoll und nützlich. Es kann schneller gehen, als Sie denken.

DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „Die Pflegeversicherung kann trotz der jüngsten Reform ihren eigenen Anspruch, pflegebedingte Sozialhilfeabhängigkeit zu verhindern, zunehmend weniger erfüllen“, so Storm weiter. So die DAK in einem kürzlich erschienen Beitrag zur Pflegereform.

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