Ab Januar 2020 werden viele Krankenkassen teurer in dem sie ihre Zusatzbeiträge anheben. Jetzt ist die Zeit gekommen zu wechseln, denn diese Erhöhung beinhaltet auch ein sofortiges Wechselrecht zum Termin des Wirksamwerdens.

Warum werden die Krankenkassen teurer?

Einer der Hauptgründe sind die Gesetzesinitiativen unseres Gesundheitsministers Jens Spahn. Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) werden erhebliche Verbesserungen und Erleichterungen im ambulanten Versorgungsbereich versprochen. Aber auch in der Heil- und Hilfsmittelversorgung. Diese Ausgabensteigerungen führen dazu, dass die Kassen ihre Beiträge anheben müssen.

Wie werde ich von meiner Krankenkasse informiert?

Erhöht Ihre Krankenkasse den Zusatzbeitrag, ist dazu verpflichtet alle Mitglieder darüber schriftlich zu informieren. Liegt der zukünftige Beitrag sogar oberhalb des durchschnittlichen Beitrags (2020: 1,1 Prozent = 15,7 Prozent Beitragssatz) aller Krankenkassen, muss die Kasse Sie zusätzlich darauf hinweisen, dass andere Kassen günstiger sind und Sie jetzt wechseln dürfen (§ 175 SGB V Nr. 4 Satz 6).

Nutzen Sie Ihr außerordentliches Kündigungsrecht!

Sie haben nun bis Monatsende Zeit Ihr Kündigungsrecht wahr zu nehmen. Sie können in eine andere, günstigere Kasse wechseln, ohne dass Sie die Mindest-Bindefrist von 18 Monaten bei ihrer alten Kasse einhalten müssen.

Welche Kasse ist günstiger?

Über das Vergleichstool auf meiner Website können Sie die für Ihr Bundesland geöffneten Kassen hinsichtlich Beitrag und Leistung miteinander vergleichen. Sie können gleichzeitig den Antrag auf Mitgliedschaft in Ihrer neuen Kasse herunterladen, ausfüllen und abschicken. Das Kündigungsschreiben für ihr alte Kasse sollten Sie bis Monatsende abgesendet haben. Berufen Sie sich auf die Beitragserhöhung als Kündigungsgrund. Gern unterstütze ich Sie bei Fragen oder Problemen. → Kontakt

Übrigens:

Fast unbemerkt ist durch das o.g. Gesetz auch der Festzuschuss in der Regelversorgung für Zahnersatz erhöht worden. Dieser steigt ab Oktober 2020 von 50 Prozent auf 60 Prozent.

Aber Achtung:

Diese Verbesserung kommt aber nicht der privatzahnärztlichen Versorgungen zugute. Eine Zahnzusatzpolice ist deshalb weiterhin empfohlen, die nicht nur den Zuschuss zur Regelversorgung verdoppelt, sondern auch Leistungen für Implantate vorsieht.